









Vitamin B1 (Thiamin) war das erste entdeckte Vitamin der B-Gruppe. Als essenzieller Bestandteil des Coenzyms Thiaminpyrophosphat (TPP) spielt es eine zentrale Rolle im Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel. Darüber hinaus ist Thiamin für eine normale Funktion des Nervensystems und die Aufrechterhaltung des Appetits von Bedeutung.
In Futtermitteln wird Vitamin B1 üblicherweise in Form von Thiaminhydrochlorid (Gehalt ≥ 98 %) oder Thiaminmononitrat (Gehalt ≥ 98 %) eingesetzt. Für den chinesischen Markt können Thiaminhydrochlorid gemäß GB/T 7295 und Thiaminmononitrat gemäß GB/T 7296 hergestellt werden. Thiaminmononitrat weist im Allgemeinen eine höhere Stabilität auf und eignet sich besonders für Futtermittel, die einer Pelletierung bei erhöhten Temperaturen unterzogen werden.
Ein Vitamin-B1-Mangel kann bei Schweinen und Geflügel zu vermindertem Appetit, Wachstumsstörungen und neurologischen Störungen wie Polyneuritis führen. Bei betroffenen Vögeln kann unter anderem die charakteristische sogenannte „Sternguckerhaltung“ auftreten. Bei Aquakulturarten kann ein Mangel Gleichgewichtsstörungen und eine erhöhte Mortalität verursachen. Vitamin B1 ist daher ein grundlegender Mikronährstoff in Futtermitteln für Schweine, Geflügel, Wiederkäuer und Aquakulturtiere und unterstützt einen normalen Stoffwechsel sowie die Funktion des Nervensystems.