








Vitamin B7 (Biotin) ist ein essenzieller Mikronährstoff in Tierfutter und dient als Coenzym verschiedener Carboxylasen. Es ist maßgeblich am Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen beteiligt und spielt eine entscheidende Rolle für die Energieverwertung, Fettsäuresynthese und Nukleinsäuresynthese. In der praktischen Tierhaltung zeigt Biotin bei Schweinen, Geflügel, Wiederkäuern und Aquakulturen deutliche Wirkungen: Bei Zuchtsauen stärkt es die Klauengesundheit, reduziert Lahmheiten und verbessert die Reproduktionsleistung; bei Geflügel fördert es die Haut- und Federentwicklung und sichert die Schlupfrate; bei Wiederkäuern wie Milchkühen trägt es zur Verbesserung der Klauenqualität bei und kann die Milchleistung steigern; in Aquafutter eingesetzt, fördert es Wachstum und Gewichtszunahme. Ein Biotinmangel führt zu Wachstumsverzögerungen, Dermatitis, Haarausfall, Klauenspalten und Fortpflanzungsstörungen. Darüber hinaus können rohes Eiklar, oxidierte ranzige Fette und bestimmte Getreidearten im Futter die Bioverfügbarkeit von Biotin beeinträchtigen, und Darmerkrankungen oder eine längerfristige Medikamentengabe können die endogene Synthese stören. Daher ist eine bedarfsgerechte Supplementierung in der Futterration erforderlich, wobei die Dosierung wissenschaftlich nach Tierart und Leistungsstadium festzulegen ist.